Was lange währt….

Im September 2018 hatte ich Euch mit dem Beitrag „Taschenträumereien“ unter anderem dieses Werk bis zu einer Teilfertigstellung vorgestellt. Damals fing der Reiz für Stickereien in Leder bei mir an. Allerdings: das kreative Sticken ist das eine, die Tasche dann mit allem Drum und Dran fertigzustellen ist jedoch noch einmal eine ganz andere Herausforderung.

So wanderte das gute Stück seit September 2018 von einer Ecke in die andere und schließlich verschwand es ganz aus meinem Blickfeld irgendwo in den Tiefen eines Schrankes und fiel in einen Dornröschenschlaf.

Dann, vor kurzem, bei einer Suche nach einem ganz bestimmten Ripsband fiel mir die halbfertige Tasche wieder in die Arme. Die Stickmuster gefielen mir immer noch so sehr wie damals im September, der Reiz setzte wieder ein und jetzt wollte ich dieses Projekt nun endlich zu Ende bringen. Zwischenzeitlich war mein Fuhrpark um eine JANOME HD9 gewachsen, die die nötige Robustheit für das Nähen in Leder versprach.

Kreativität war auch wieder gefragt, denn es gab keine Vorlage für diese Tasche, sondern nur vage Vorstellungen wie sie in etwa werden sollte.

So entwickelten sich nach und nach die Details mit jedem Schritt der handwerklichen Entwicklung, wie z.B. die Form der Henkel und ihre Befestigung, die Initialen, usw.

Es lag natürlich nahe, die „heavy duties“ wie Henkel und Futter mit der JANOME HD9 einzunähen. Diese Maschine gehört zur Kategorie der Schnellnäher. Sie näht den Geradstich, und nur diesen. Dafür aber entsprechend gut! Superdicke Garne in schwerem Leder wie die hier besprochene Tasche gelingen mit der HD 9 genauso gut und präzise wie feinstes Nähgarn in hauchdünnen Seidenstoffen.

Gut zweieinhalb Jahre waren seit den ersten zauberhaften Stickereien in das Leder vergangen und, ehrlich gesagt, war ich mir zwischenzeitlich gar nicht mehr so sicher, ob das mit dieser Tasche überhaupt noch was werden würde. Dass sie am Ende dann doch noch vollendet wurde, ist auch und vor allem dem Umstand zu verdanken, dass die JANOME HD9 zum Einsatz kam. Es hat einfach Spaß gemacht, diese Maschine mit diesem Projekt herauszufordern.  Souverän hat sie selbst die dicksten Nähte präzise bewältigt und so die Ideen technisch perfekt ausgeführt.  Jetzt freue ich mich umso mehr! Und ich bin auch ein bisschen stolz auf meine Kreation. Sie ist ein Unikat, das schon so manche Blicke und Kommentare auf sich gezogen hat – aber nirgendwo kann man eine Kopie kaufen. Genau diese Einmaligkeit ist ja auch eines der Motive für das Selbernähen, hier einmal in Form einer Tasche!

Mein Mann nennt sie angesichts der Stickereien liebevoll die „Bluna Tasche“ und ich weiß genau, worauf er anspielt…

Die Bilder sprechen für sich. Und jetzt geht es schon an das nächste Projekt.

Angefangenes habe ich leider -oder erfreulicherweise- nichts mehr. Allerdings gibt es noch viele Schachteln, Kisten und weitere Schränke mit vergessenen Ecken, in denen Überraschungen auf ihre Erweckung aus dem Dornröschenschlaf warten könnten…

Jetzt wünsche ich Euch einen schönen und unbeschwerten Sommer!

Eure Ute

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